Minderheitenpolitik der jungen SPitzen Die jungen SPitzen möchten dazu beitragen das Selbstbewusstsein der deutschen Minderheit zu stärken. Man soll offen zu seiner Identität stehen können und sagen:„Ich gehöre zur deutschen Minderheit“ Als Minderheit soll es uns bewusst sein, dass unsere Identität etwas Bestimmtes, Einmaliges und Unverwechselbares ist.Eine Identität, die sich gleichermaßen an zwei Nationalitäten knüpft und regional gebunden ist. Wir wissen, was es heißt eine Minderheit zu sein, mit zwei Kulturen – der deutschen und der dänischen – aufzuwachsen und so mit Erfolg zwischen zwei Stühlen sitzen zu können.Wir haben die Freiheit zu kombinieren und zu variieren, und würzen mit unserer Kulturvielfalt den Alltag. So können und wollen wir nicht mehr auf Abgrenzungen setzen, sondern vor allem auf die positiven Werte der deutsch­dänischen Kultur und der Zweisprachigkeit. Dabei spielen aber nicht die Sprachen die Hauptrolle, sondern das Fühlen als deutscher Nordschleswiger. Entscheidend ist das Fühlen und Empfinden einer Volksgruppe als Bereicherung und als ein Plus für Dänemark.Die deutsche Minderheit hat in Dänemark und erst recht in der Region Sønderjylland­Schleswig einen festen Platz. Unsere Schultern sind breit genug, um unseren Platz zu verteidigen und zu stärken. Das Fördern eines friedlichen Zusammenlebens und die Brückenfunktion der deutschen Nordschleswiger machen uns unersetzbar. Unsere deutsch­nordschleswigsche Identität stärkt unser Selbstbewusstsein und fördert so unser Gemeinschaftsgefühl nach innen. Somit können wir unser politisches Profil festigen, mit dem wir an die Öffentlichkeit herantreten. Alles das macht die Minderheit zu dem was sie ist ­ ein Ort, an dem man sich wohlfühlt.Ein jeder deutscher Nordschleswiger sollte sich individuell mit seiner Identität befassen, konfrontieren und auseinandersetzen können. Wir, die jungen SPitzen, meinen, dass ein solches Interesse für die Minderheit als natürlich empfunden werden soll. Vor allem sollte man dazu stehen deutscher Nordschleswiger zu sein und sich nach außen auch als ein solcher darzustellen.Der Mehrheit müssen wir klarmachen, dass wir keine Minderheit sind, die sich abschotten will. Ganz im Gegenteil – als eine regional gebundene Minderheit sind wir stets darauf bedacht, das allgemeine Wohlbefinden der Nordschleswiger zu sichern und zu stärken. So halten wir einem jeden, der der deutschen Minderheit aufgeschlossen ist, die Türe offen und heißen ihn/sie willkommen. Man kann auch ein Teil unserer deutsch­ nordschleswigschen Identität sein, ohne aus der Minderheit zu kommen. Wie auch wir uns mit der „synnejysken“ Mentalität identifizieren, sie mitprägen und von dieser natürlich auch geprägt sind.Unsere Minderheit ist geprägt von historischen Volksabstimmungen und Grenzziehungen in Nordschleswig, geprägt von Konfrontation aber auch Kooperation zwischen Dänen und Deutschen. Wir haben jedoch in den letzten Jahrzehnten den Weg zur Integration in die dänische Gesellschaft erfolgreich beschritten.Die jungen SPitzen möchten nicht verstärkt den Blick in die Vergangenheit richten, sondern auf die Gegenwart und in die Zukunft. Wir blicken auf das friedliche Zusammenleben zwischen Dänen und Deutschen, Mehrheit und Minderheit. Wir wollen mehr Einfluss auf das alltägliche Geschehen und die Entwicklung Nordschleswigs nehmen.