Leserbrief: Wo bleibt unsere Jugend?

 

Werden denn genug teilnehmen?

Diese Frage stellt sich immer wieder in den Vereinen der Deutschen Minderheit in Nordschleswig.

Die jungenSPitzen veranstalteten im März das jährliche Konstituierungswochenende, bei dem die jeweiligen Arbeitsgruppen (Kultur, Mitglieder und Politik) besprachen wie das kommende Vorstandsjahr umgesetzt werden soll.

Der Ideenaustausch ist hoch, es wird immer wieder überlegt wie man die Jugendarbeit in Nordschleswig mit neuen Veranstaltungen attraktiver gestalten kann. Nicht nur die jungen Nordschleswiger fehlen bei den Veranstaltungen der Minderheit. Auch in den BDN Ortsvereinen, wird immer wieder diskutiert, wie eine höhere Teilnehmerzahl erreicht werden kann. Es stellt sich also die Frage, ob die Angebote der Nordschleswigschen Institutionen und Vereine die Interessen der Nordschleswiger nicht widerspiegelt, oder ist ein Mangel an Informationen ein ausschlaggebender Grund? Mag es vielleicht auch an einer fehlenden Zusammenarbeit einiger Institutionen und Vereine liegen? Oder besteht  heutzutage aufgrund der Vielfalt von Angeboten innerhalb und außerhalb der Minderheit ein Überfluss von Angeboten?

Allenfalls ist festzustellen das die Problematik der Mitgliederintegration vor 10-15 Jahren wesentlich geringer war.

Es gab damals sowie heute sehr viele Angebote an sportlichen-, musischen-, künstlerischen-, anderen Aktivitäten. Wenn die Veranstaltungen die mit einer wesentlichen organisatorischen Arbeit verbunden sind nicht gut besucht sind, ist es ein Problem für die engagierten Ehrenamtler. Trotz dessen, dass die Vereine, Verbände und Institutionen die Problematik stets adressieren, muss man sich fragen woran das liegen kann?

Die jungenSPitzen veranstalten regelmässig eine Vielfalt von politischen und kulturellen Veranstaltungen. Bei der Vorbereitung beschäftigen wir uns immer lange damit, wie wir für unsere Veranstaltungen am besten werben können.

Unter anderem veranstalten wir jedes Jahr einen Studieninfoabend, wo die Schüler Informationen über verschiedene Studiengänge in Dänemark sowie Deutschland erhalten. Hier standen im vorherigem Jahr, sechs Vertreter verschiedener Studiengänge, den Schülern zur Verfügung, dennoch haben nur drei Schüler am Studieninfoabend teilgenommen.

Würde es jedoch den Schülern aller Schulen in Nordschleswig in die Wiege gelegt werden, dass die Minderheit viele tolle Angebote und Freizeitaktivitäten anbietet, würden die jungen Nordschleswiger sich vielleicht vermehrt dafür Interessen sich über die Institutionen der Minderheit zu informieren, bevor sie z.B den lokalen Sportverein kontaktieren.

Wir sind der Meinung dass die jungen Nordschleswiger von Kind auf mehr Informationen über die Angebote der Minderheit erhalten könnten, so wäre eine Integrierung dieser in die Institutionen der Minderheit möglicherweise eher gegeben.

Wir sind uns im klaren darüber, dass wir auch selbst für unsere Mitglieder werben müssen, jedoch müssten wir durch eine Zusammenarbeit mit den Schulen und anderen Institutionen nicht um jedes Mitglied bangen.

Schaut man sich unsere Mitgliederkartei an sind Verhältnis wenige Schüler an Schulen oder dem Gymnasium der Minderheit.

Wir werden weiterhin an unseren Angeboten arbeiten und um unsere Mitglieder kämpfen, um dies zu erreichen hoffen und erwarten wir auf eine rege Kooperation mit Institutionen und Vereinen der Minderheit.

Weiterhin werden wir auch in Zukunft stärker mit anderen Organisationen zusammen arbeiten, u.a auch mit anderen dänischen Jugend Parteien, schließlich kann man sehr viel voneinander lernen. Wir brauchen unsere Mitglieder, damit wir weiterhin unsere tollen Angebote anbieten können.

Dennoch freuen wir uns sehr über die loyalen und bleibenden Mitglieder und  hoffen dass wir in Zukunft mehr Teilnahme an unseren Veranstaltungen beobachten können.